Meditationsplatz einrichten: Was du wirklich brauchst
Bei „Meditationsplatz“ denken die meisten an ein leeres Zimmer mit weißen Wänden. Hoher Raum, viel Licht, nichts drin außer einem Kissen auf dem Boden. Schöne Vorstellung. Nur hat kaum jemand ein Zimmer frei.
Musst du auch nicht. Für einen Meditationsplatz brauchst du vor allem drei Dinge: etwa einen Quadratmeter Boden in einer ruhigen Ecke, einen Untergrund, auf dem du bequem sitzt, und eine Sitzhöhe, bei der dein Becken etwas höher liegt als deine Knie. Alles andere ist Kür.
Unser eigener Platz liegt zwischen Sofa und Fenster. Er ist etwa so groß wie eine ausgerollte Matte, und am Nachmittag steht da manchmal ein Wäschekorb. Er funktioniert trotzdem.
Meditationsplatz oder Yoga-Platz: der Unterschied
Ein Meditationsplatz ist kleiner als eine Yoga-Ecke. Zum Sitzen brauchst du keinen Raum für Arme und Beine, sondern einen festen Ort, an dem du ankommst. Für Yoga brauchst du dagegen die ganze Mattenlänge und etwas Luft zu den Seiten, damit du dich ausstrecken kannst. Wenn du auch Platz für Bewegung schaffen willst, findest du die passende Anleitung im Artikel Einen Yoga-Platz zuhause einrichten. Hier geht es ums Sitzen.
Ein Quadratmeter in der richtigen Ecke
Du brauchst Platz, um zu sitzen und die Knie abzulegen. Das ist ungefähr ein Quadratmeter. Alles darüber ist angenehm, aber keine Bedingung.
Wichtiger als die Größe ist, was hinter dir ist. Mit dem Rücken zu einer Wand oder einem Schrank sitzt es sich für viele ruhiger als mitten im offenen Raum, auch wenn niemand hinter ihnen steht. Such dir also lieber die Ecke als die Mitte.
Der Boden macht mehr aus als die Deko
Auf Fliesen wird es nach ein paar Minuten unangenehm. Auf Teppich geht es, rutscht aber, wenn du die Hände abstützt. Eine Matte löst beides und markiert gleichzeitig die Fläche, die zu diesem Platz gehört.
Unsere Yogamatte Natural hat kein Motiv, nichts zieht beim Meditieren den Blick auf sich. Die PU-Oberfläche ist griffig, auch wenn die Hände feucht sind, und die Unterseite aus Naturkautschuk bleibt da liegen, wo du sie hingelegt hast. Vier Millimeter polstern Knöchel und Knie etwas ab, und du spürst beim Sitzen trotzdem noch den Boden.
Wenn die Matte ausgerollt liegen bleiben darf, ist schon viel gewonnen. Eine Matte, die jeden Abend im Schrank landet, wird seltener benutzt. So einfach ist das.
Die richtige Sitzhöhe
Wenn Meditation nach zwei Wochen wieder einschläft, liegt es oft gar nicht an der Motivation. Oft ist es der Rücken.
Im flachen Schneidersitz kippt das Becken bei vielen nach hinten, der untere Rücken rundet sich, und nach ein paar Minuten denkst du nur noch darüber nach, wie unbequem du sitzt. Wer das ein paar Mal erlebt hat, hört auf und hält sich für ungeeignet.

Die Lösung ist banal: Setz dich höher. Liegt das Becken etwas über Kniehöhe, fällt es vielen deutlich leichter, aufrecht und entspannt zu sitzen.
Dafür ist unser Meditationskissen Sandstein gemacht. Es ist von Hand gefertigt und mit Dinkelspelz gefüllt, der beim Hinsetzen nachgibt und dich dann stabil trägt. Den Bezug kannst du abnehmen und waschen. Wenn du es farblich wärmer magst, gibt es das gleiche Kissen in warmem Gelb als Meditationskissen Sonnentraum.
Zum Anfangen reicht auch eine fest zusammengefaltete Decke. Ein Sofakissen eignet sich dagegen meist schlecht, weil es unter dem Gewicht einsinkt und dich nach hinten zieht. Wie du beim Meditieren aufrecht und entspannt sitzt, steht ausführlich in unserem Artikel zur Meditationshaltung.
Für die Tage, an denen Sitzen nicht geht
Es gibt Abende, an denen der Rücken nicht mehr mitmacht. Dann ist Liegen die bessere Wahl, und dafür brauchst du etwas, das den Körper stützt.

Ein Yogabolster unter den Knien kann den unteren Rücken entlasten. Quer unter den Schulterblättern gibt er dem Brustkorb Raum, ohne dass du dich irgendwohin dehnen musst. Das klingt nach wenig. Probier es zehn Minuten lang aus und schau, wie es sich für dich anfühlt.
Ob für dich eher Kissen oder Bolster sinnvoll ist, hängt davon ab, wie du praktizierst. Wir haben beide im Artikel Meditationskissen oder Yogabolster: Was passt zu deiner Praxis? nebeneinandergestellt.
Licht und Geräusche
Deckenlicht von oben macht jeden Raum nüchtern. Eine Lampe auf Bodenhöhe oder eine Kerze verändert die Ecke mehr als jede Dekoration, und zwar sofort.
Für Geräusche gibt es keine perfekte Lösung. Die Nachbarn sind da, die Straße auch. Was hilft, ist die Erwartung zu senken: Stille ist nicht die Voraussetzung. Die Spülmaschine darf laufen.
Wenn es dir leichter fällt, die Augen ganz abzudecken, legt sich ein Lavendel Augenkissen mit etwas Gewicht auf die Lider und hält das Restlicht draußen. Wir nutzen es eher beim Liegen als beim Sitzen.
Was du nicht brauchst
Eine Klangschale. Ein Meditations-Abo. Räucherwerk. Eine Pflanze, die in genau dem Grün blüht, das du auf Pinterest gesehen hast.
Nichts davon ist schlecht. Aber es kann zu einem Projekt werden, das du erledigst, anstatt anzufangen. Wir haben ein halbes Jahr gebraucht, bis wir gemerkt haben, dass wir unseren Platz vor allem verschönert und fast nie benutzt haben.
Leg also heute Abend die Matte hin. Stell das Kissen drauf. Lass es liegen.
Wenn du am nächsten Morgen vorbeigehst und dich drei Minuten hinsetzt, hat der Platz seine Aufgabe erfüllt.
Wenn du weitermachen willst
Such dir heute eine Ecke mit einer Wand im Rücken und probier aus, auf welcher Höhe du entspannt sitzt. Wenn dir dabei ein fester Sitz fehlt, findest du Kissen, Bolster und Augenkissen bei uns an einem Ort.
- Meditationskissen, Yogabolster und Lavendel Augenkissen: für das Sitzen, das Liegen und die Augen.
- Einführung in die Meditation: Wie du wirklich entspannt beginnst: der nächste Schritt, wenn dein Platz steht.
Versand innerhalb Deutschlands ab 50 € kostenlos, und du hast 30 Tage Zeit, es in Ruhe zu Hause auszuprobieren. Die Rücksendung übernehmen wir.