Meditationskissen oder Yogabolster: Was passt zu deiner Praxis?
Eine Frage, die uns immer wieder erreicht, oft in genau diesem Wortlaut: Brauche ich jetzt ein Meditationskissen, oder tut es auch ein Bolster?
Beide sind aus dem gleichen Material gemacht, beide liegen am Ende auf deiner Matte, und trotzdem machen sie etwas völlig Verschiedenes. Das Kissen hebt dich an. Der Bolster nimmt dir Gewicht ab.
Kurz gesagt: Ein Meditationskissen unterstützt dich beim aufrechten Sitzen. Ein Bolster unterstützt dich vor allem in liegenden und passiven Haltungen. Wenn du hauptsächlich meditierst, ist das Kissen die bessere Wahl. Für Yin, Restorative Yoga und lange Entspannung ist der Bolster vielseitiger. Wenn du weißt, was du in deiner Praxis am häufigsten tust, ist die Entscheidung schneller klar, als du denkst.
Warum das Sitzen nach fünf Minuten unbequem wird
Setz dich einmal ohne alles auf den Boden. Schneidersitz, Rücken lang, Augen zu. Die ersten Minuten fühlen sich gut an. Dann fängt es im Knie an zu ziehen, das Becken kippt nach hinten, der untere Rücken rundet sich, und irgendwann denkst du mehr über deine Hüfte nach als über deinen Atem.
Das hat meistens wenig mit fehlender Beweglichkeit zu tun. Es liegt daran, dass dein Becken auf dem Boden tiefer liegt als deine Knie. Die Aufrichtung musst du dann aktiv halten, und diese Kraft ist nach ein paar Minuten aufgebraucht.

Was das Meditationskissen dabei ändert
Ein Meditationskissen dreht dieses Verhältnis um. Unser Meditationskissen Sandstein ist etwa 15 cm hoch und hat rund 30 cm Durchmesser. Genug, damit dein Becken über den Knien sitzt und die Oberschenkel nach unten sinken können. Vielen fällt es so deutlich leichter, die Wirbelsäule aufzurichten, ohne dafür ständig Kraft aufzuwenden.
Die Füllung aus Dinkelspelz gibt beim Hinsetzen nach und bleibt danach fest, auch in längeren Meditationen. Und wenn das Kissen dir mit der Zeit zu flach wird, lockerst du die Spelzen einfach wieder auf. Wenn dir Beige zu ruhig ist: Das Meditationskissen Sonnentraum ist genauso gebaut, nur in Gelb.
Falls dein Sitzen grundsätzlich ein Thema ist, haben wir das in Meditation Haltung verbessern ausführlicher aufgeschrieben, inklusive der Alternativen zum Schneidersitz.
Wofür ein Bolster gedacht ist
Der Bolster arbeitet in die andere Richtung. Er hilft dir nicht beim Aufrichten, er nimmt dir Arbeit ab.

Konkret heißt das: Er liegt unter deinen Knien in Savasana, damit der untere Rücken loslassen kann. Er liegt längs unter deinem Rücken, wenn sich der Brustkorb öffnen soll. Er liegt quer unter dem Becken in der Schmetterlingshaltung, damit du fünf Minuten bleiben kannst statt einer.
Das ist der eigentliche Punkt bei Yin und Restorative Yoga. Eine Haltung wirkt dort nicht, weil du sie hältst, sondern weil du sie irgendwann nicht mehr halten musst. Unser Yogabolster Sand ist rund 60 cm lang und hat etwa 25 cm Durchmesser, also groß genug, um wirklich Gewicht aufzunehmen.
Sitzen kannst du darauf auch, im Fersensitz mit dem Bolster zwischen den Beinen. Für eine lange Sitzmeditation ist er allerdings schmal und ziemlich hoch. Als fester Sitzplatz funktioniert das Kissen besser.
Was zu deiner Praxis passt
- Meditation, Atemübungen, stille Minuten am Morgen: Das Kissen ist die klarere Wahl. Du sitzt jeden Tag darauf, und es wird schnell zu deinem festen Platz.
- Ruhige Abende, lange Haltungen, ausgedehnte Endentspannung: Hier nimmt dir der Bolster mehr ab.
- Dynamisches Yoga wie Vinyasa: Während der Praxis brauchst du erst mal keins von beidem. Interessant wird es am Ende, wenn der Körper zur Ruhe kommt. Dafür ist der Bolster das dankbarere Teil.
- Empfindliche Knie oder eine Hüfte, die im Sitzen schnell zumacht: Fang mit dem Kissen an, egal welchen Stil du übst. Bequem sitzen zu können ist die Voraussetzung dafür, dass du überhaupt regelmäßig sitzt.
Wenn du gerade erst mit einer täglichen Praxis anfängst und noch keine eigene Matte hast, gibt es das Kissen zusammen mit unserer Yogamatte im Mindful-Set. Dann hast du für Bewegung und Stille alles an einem Platz.
Wenn beides da ist

Die ehrliche Antwort: Die meisten, die länger dabei sind, haben am Ende beides. Nicht weil man beides braucht, sondern weil sich mit der Zeit unterschiedliche Momente einspielen. Morgens zehn Minuten auf dem Kissen. Abends zwanzig Minuten über den Bolster gelegt, bis der Tag von dir abfällt.
Aufgebaut sind beide gleich: robuster Außenstoff, innen ein Baumwollkissen mit Dinkelspelz, von Hand gefertigt. Den Bezug des Kissens kannst du abnehmen und waschen, und die Füllung kannst du bei Bedarf nachfüllen. Die Bezugsstoffe sind Restbestände eines Fachhandels, deshalb wechseln die Muster mit der Zeit, und ein Stoff, der weg ist, kommt nicht wieder.
Wenn du in diese Richtung gehen willst, gibt es beides auch gebündelt: das Mindful-Set mit Matte und Kissen für den Morgen, das Abendritual-Set mit Matte, Bolster und Lavendel Augenkissen für den Abend. Wie wir uns die beiden Rituale im Alltag vorstellen, steht in der Rituale-Übersicht.
Und wenn du dich entscheiden musst
Dann geh nach dem, was du in den nächsten Wochen tatsächlich häufiger machst, nicht nach dem, was du dir vorgenommen hast. Das Kissen für alles, was im Sitzen passiert. Den Bolster für alles, was im Liegen passiert.
Wenn du weitermachen willst
Beobachte eine Woche lang, wann du auf deiner Matte am liebsten bist: morgens im Sitzen oder abends im Liegen. Danach weißt du, womit du anfangen solltest.
- Mindful-Set: Yogamatte und Meditationskissen, wenn du mit Bewegung und Stille anfangen willst
- Meditationskissen Sandstein: für alles, was im Sitzen passiert
- Yogabolster Sand: für alles, was im Liegen passiert
- Meditationsplatz einrichten: wo Kissen und Bolster zuhause ihren Platz finden
Versand innerhalb Deutschlands ab 50 € kostenlos, und du hast 30 Tage Zeit, es in Ruhe zu Hause auszuprobieren. Die Rücksendung übernehmen wir.