Rundes Mayuna Meditationskissen in Sandstein mit Quaste, daneben Keramikvasen und ein kleiner Olivenbaum

Meditationskissen oder Yogabolster – was passt zu deiner Praxis?

Die Frage kommt bei uns fast jede Woche rein, oft in genau diesem Wortlaut: Brauche ich jetzt ein Meditationskissen, oder tut es auch ein Bolster?

Beide sind aus dem gleichen Material gemacht, beide liegen am Ende auf deiner Matte, und trotzdem machen sie etwas völlig Verschiedenes. Das Kissen hebt dich an. Das Bolster nimmt dir Gewicht ab.

Wenn du weißt, was du in deiner Praxis am häufigsten tust, ist die Entscheidung schneller klar, als du denkst.

Warum das Sitzen nach fünf Minuten unbequem wird

Setz dich einmal ohne alles auf den Boden. Schneidersitz, Rücken lang, Augen zu. Die ersten Minuten fühlen sich gut an. Dann fängt es im Knie an zu ziehen, das Becken kippt nach hinten, der untere Rücken rundet sich, und irgendwann denkst du mehr über deine Hüfte nach als über deinen Atem.

Das hat meistens wenig mit fehlender Beweglichkeit zu tun. Es liegt daran, dass dein Becken auf dem Boden tiefer liegt als deine Knie. Die Aufrichtung musst du dann aktiv halten, und diese Kraft ist nach ein paar Minuten aufgebraucht.

Frau kniet auf dem runden Mayuna Meditationskissen in Naturbeige auf einer Yogamatte

Ein Meditationskissen dreht dieses Verhältnis um. Unser Meditationskissen ist etwa 15 cm hoch und 30 cm breit. Genug, damit dein Becken über den Knien sitzt und die Oberschenkel nach unten sinken können. Die Wirbelsäule richtet sich dann fast von allein auf, ohne dass du etwas dafür tun musst.

Die Füllung aus Bio-Dinkelspelz gibt beim Hinsetzen nach und bleibt danach fest. Du sackst nicht ein, auch nicht nach zwanzig Minuten. Und wenn das Kissen dir mit der Zeit zu flach wird, lockerst du die Spelzen einfach wieder auf.

Falls dein Sitzen grundsätzlich ein Thema ist, haben wir das in Meditation Haltung verbessern ausführlicher aufgeschrieben, inklusive der Alternativen zum Schneidersitz.

Wofür ein Bolster gedacht ist

Der Bolster arbeitet in die andere Richtung. Er hilft dir nicht beim Aufrichten, er nimmt dir Arbeit ab.

Mayuna Yogabolster in Sand liegt auf einer schwarzen Yogamatte vor einer weiß getünchten Wand

Konkret heißt das: Er liegt unter deinen Knien in Savasana, damit der untere Rücken loslassen kann. Er liegt längs unter deinem Rücken, wenn sich der Brustkorb öffnen soll. Er liegt quer unter dem Becken in der Schmetterlingshaltung, damit du fünf Minuten bleiben kannst statt einer.

Das ist der eigentliche Punkt bei Yin und Restorative Yoga. Eine Haltung wirkt dort nicht, weil du sie hältst, sondern weil du sie irgendwann nicht mehr halten musst. Unser Yogabolster ist rund 60 cm lang und 25 cm dick, also groß genug, um wirklich Gewicht aufzunehmen.

Sitzen kannst du darauf auch, im Fersensitz mit dem Bolster zwischen den Beinen. Für eine lange Sitzmeditation ist er allerdings schmal und ziemlich hoch. Als fester Sitzplatz funktioniert das Kissen besser.

Was zu deiner Praxis passt

Wenn deine Praxis vor allem aus Meditation, Atemübungen oder ein paar stillen Minuten am Morgen besteht, ist das Kissen die klarere Wahl. Du sitzt jeden Tag darauf, und den Unterschied merkst du in der ersten Woche.

Wenn du eher abends übst, gerne lange in Haltungen bleibst oder deine Praxis mit einer ausgedehnten Endentspannung ausklingen lässt, nimmt dir der Bolster mehr ab.

Übst du dynamisch, also Vinyasa oder etwas in der Richtung, brauchst du während der Praxis erst mal keins von beidem. Interessant wird es am Ende, wenn der Körper zur Ruhe kommt. Dafür ist der Bolster das dankbarere Teil.

Ein Sonderfall sind empfindliche Knie oder eine Hüfte, die im Sitzen schnell zumacht. Dann fang mit dem Kissen an, egal welchen Stil du übst. Bequem sitzen zu können ist die Voraussetzung dafür, dass du überhaupt regelmäßig sitzt.

Kurz gesagt: Ein Meditationskissen unterstützt dich beim aufrechten Sitzen. Ein Bolster unterstützt dich vor allem in liegenden und passiven Yoga-Positionen. Wenn du hauptsächlich meditierst, ist das Kissen die bessere Wahl. Für Yin, Restorative Yoga und lange Entspannungspositionen ist das Bolster vielseitiger.

Wenn beides da ist

Nahaufnahme des Mayuna Meditationskissens: gewebte Baumwollstruktur, Quaste mit Holzperlen und Label

Die ehrliche Antwort: Die meisten, die länger dabei sind, haben am Ende beides. Nicht weil man beides braucht, sondern weil sich mit der Zeit unterschiedliche Momente einspielen. Morgens zehn Minuten auf dem Kissen. Abends zwanzig Minuten über den Bolster gelegt, bis der Tag von dir abfällt.

Aufgebaut sind beide gleich: robuster Außenstoff, innen ein Baumwollkissen mit Bio-Dinkelspelz, von Hand gefertigt. Die Bezüge kannst du abnehmen und waschen, die Füllung bei Bedarf nachfüllen.

Wenn du in diese Richtung gehen willst, gibt es beides auch gebündelt: das Mindful-Set mit Matte und Kissen für den Morgen, das Abendritual-Set mit Matte, Bolster und Augenkissen für den Abend. Wie wir uns die beiden Rituale im Alltag vorstellen, steht in der Rituale-Übersicht.

Und wenn du dich entscheiden musst

Dann geh nach dem, was du in den nächsten Wochen tatsächlich häufiger machst, nicht nach dem, was du dir vorgenommen hast. Das Kissen für alles, was im Sitzen passiert. Den Bolster für alles, was im Liegen passiert.

Beide findest du hier: Meditationskissen und Yogabolster.

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