Augenkissen in der Meditation: Warum Dunkelheit die Stille vertieft
Du schließt die Augen, und richtig dunkel ist es trotzdem nicht. Durch die Lider schimmert die Stehlampe, ein heller Fleck vom Fenster, manchmal das kurze Aufleuchten vom Handy auf dem Tisch. Man merkt das erst, wenn man darauf achtet. Dann merkt man es ständig.
Ein Augenkissen macht daraus echte Dunkelheit. Ein kleines, leicht beschwertes Kissen, das du dir auf die Augen legst, und für ein paar Minuten gibt es nichts mehr zu sehen.
Was sich ändert, wenn es dunkel wird
Solange noch Licht durchkommt, bleibt ein Teil der Aufmerksamkeit draußen. Die Augen bewegen sich hinter den Lidern, folgen einem Schatten, reagieren auf jede Veränderung im Raum. Das ist kein Fehler. So sind wir gebaut.
Wird es wirklich dunkel, fällt dieser Faden weg. Oft fällt dann erst auf, wie viel die anderen Sinne die ganze Zeit mitbekommen. Der eigene Atem. Das Gewicht der Hände. Ein Geräusch aus der Küche, das vorher im Hintergrund lief. Für eine Meditation ist das ein guter Ausgangspunkt, weil du nicht mehr gegen Bilder anarbeitest und bei dem bleiben kannst, was gerade da ist.
Versprechen kann dir das niemand. Manche Sitzungen bleiben unruhig, auch im Dunkeln. Aber eine Ablenkung ist weg, und an vielen Tagen ist das schon eine Menge.
Das Gewicht macht den Unterschied zur Schlafmaske
Eine Schlafmaske hält Licht ab. Ein Augenkissen tut das auch, liegt aber mit etwas Gewicht auf. Das Lavendel Augenkissen wiegt ungefähr 180 Gramm und ist mit Leinsamen gefüllt. Die Füllung verteilt sich, sobald du es auflegst, und schmiegt sich an Stirn und Augenpartie, statt nur obendrauf zu liegen.
Wie sich das anfühlt, lässt sich schwer beschreiben. Am ehesten so: Nach ein paar Atemzügen hörst du vielleicht auf, die Stirn zu halten, ohne dass du es dir vorgenommen hast. Probier es aus und schau, was bei dir passiert.
Lavendel als Zeichen, nicht als Wundermittel
Das Kissen ist mit natürlichem Lavendelöl beduftet. Der Duft ist angenehm, mehr muss er erst einmal nicht sein. Interessant wird er durch Wiederholung. Wenn du das Kissen immer dann nimmst, wenn du dich zum Meditieren hinlegst, verbindest du den Geruch irgendwann mit genau diesem Moment. Dann reicht das Auflegen, und du weißt, was jetzt kommt.
Wer Lavendel nicht mag, sollte deshalb nicht gleich auf ein Augenkissen verzichten. Dunkelheit und Gewicht sind der eigentliche Punkt, der Duft ist eine Zugabe.
Im Liegen, und davor oder danach
Ein Augenkissen bleibt nur liegen, wenn der Kopf nicht aufrecht ist. Aus Yogastunden kennst du es vielleicht von Shavasana am Ende. Für die Meditation passt es deshalb vor allem dann, wenn du im Liegen meditierst, auf der Matte oder auf einer Decke am Boden.
Im Liegen schläft man allerdings leichter ein. Das passiert und ist kein Drama. Wenn du eigentlich wach bleiben möchtest und es dir öfter so geht, meditiere lieber im Sitzen und nimm das Augenkissen für die Minuten davor oder danach. Fünf Minuten auf dem Rücken, Augen bedeckt, und dann erst auf das Kissen setzen: Das ist ein ruhiger Übergang aus dem, was vorher war. Wie du im Sitzen bequem bleibst, steht in unserem Artikel zur Haltung beim Meditieren.
Abends passt es gut ans Ende des Tages, wenn das Licht ohnehin schon gedimmt ist. Ein paar Ideen dazu findest du im Text über die Abendroutine.
Kühl im Sommer, warm im Winter
An heißen Tagen kannst du das Augenkissen kurz in den Kühlschrank legen. An kalten Abenden lässt es sich leicht anwärmen. Nur nicht zu heiß, sonst verfliegt der Lavendelduft schneller. Der Bezug aus Musselin lässt sich abnehmen und waschen, das Innenkissen bleibt dabei draußen.

Von Hand genäht
Yvonne näht jedes Lavendel Augenkissen selbst. Innen ein Kissen aus Baumwolle mit Leinsamen, außen der weiche Musselinbezug, zusammen etwa 10 mal 23 Zentimeter. Es gibt das Augenkissen in Hellbeige, Dunkelbeige, Braun-Taupe und Altrosa. Es ist klein genug, um neben dem Meditationskissen oder in der Schublade am Bett zu liegen, und wartet dort, bis du dich das nächste Mal hinlegst und das Licht ausgehen lässt.