Frau im Vierfüßlerstand auf der Mayuna Yogamatte Lotus, Nahaufnahme von Händen und Mattenoberfläche

Rutschfeste Yogamatte: Warum das Material den Unterschied macht

Es passiert meistens im herabschauenden Hund. Die Hände wandern nach vorne, Millimeter für Millimeter. Du setzt sie neu. Nach zwei Atemzügen wieder. Irgendwann sortierst du mehr deine Handflächen, als dass du atmest.

Oder es ist die ganze Matte. Du gehst mit einem Fuß nach hinten in den Ausfallschritt, und die Matte kommt einfach mit.

Beides nennen wir rutschen. Es sind aber zwei völlig verschiedene Probleme, und sie haben verschiedene Ursachen. Wenn du weißt, welches davon du hast, wird die Lösung ziemlich klar.

Die Matte rutscht auf dem Boden

Das ist das Problem der Unterseite.

Auf Parkett, Laminat, Fliesen oder Stein entscheidet sich hier alles. Naturkautschuk hat von Natur aus Haftung. Er ist leicht weich, gibt unter Druck minimal nach und verzahnt sich dadurch mit glatten Oberflächen. Eine Kunststoffunterseite gleitet auf Parkett, eine Kautschukunterseite bleibt liegen.

Gewicht hilft zusätzlich. Unsere Lotus und Soluna wiegen rund 2,6 kg bei 4 mm Stärke. Das klingt nach viel für eine Matte, und genau das ist der Punkt: Sie liegt, wo du sie hinlegst. Unsere Travel-Matten wiegen 1,4 kg, und das ist ein bewusster Kompromiss für den Koffer, nicht für dein Wohnzimmer.

Ein Sonderfall ist Teppich. Da verrutscht nicht die Matte auf dem Boden, sondern der Teppich gibt unter der Matte nach. Dagegen hilft keine Unterseite der Welt. Wenn du die Wahl hast, üb auf dem härtesten Untergrund, den du im Raum findest.

Du rutschst auf der Matte

Das ist die andere Seite, im Wortsinn.

Halb aufgerollte Mayuna Yogamatte Soluna in Taupe von oben, eingravierte Sonnen- und Mond-Grafik sichtbar

Die Oberfläche unserer Matten ist aus PU. Sie ist die Seite, die deine Haut berührt, und sie hat eine andere Aufgabe als die Unterseite: nicht den Boden greifen, sondern deine Hände und Füße.

Der Unterschied zeigt sich, sobald du warm wirst. Trockene Hände haften fast überall. Feuchte Hände sind der eigentliche Test. Eine geschlossene, glatte Kunststoffoberfläche wird mit Schweiß zum Schlittschuh. Eine gute PU-Oberfläche verliert weniger davon, weil sie eine feine Struktur hat statt einer versiegelten Glätte.

Wie die beiden Materialien bei uns zusammenarbeiten und warum wir uns dafür entschieden haben, steht ausführlicher in Naturkautschuk Yogamatte: Was steckt wirklich dahinter?.

Eine neue Matte darf am Anfang etwas rutschen

Das irritiert viele, deshalb sagen wir es lieber vorher.

Neue Matten fühlen sich in den ersten Einheiten oft glatter an, als sie später sind. Auf der Oberfläche liegt noch ein feiner Produktionsfilm. Der geht durch Benutzung ab, nicht durch Putzen. Nach ein paar Praxiseinheiten ist der Grip da, und er bleibt.

Wenn du nachhelfen willst: einmal mit einem leicht feuchten Tuch drüber, mehr nicht. Kein Spray, keine Seife.

Was Grip über die Zeit kostet

Drei Dinge, die wir immer wieder sehen.

Cremes und Öle sind das häufigste. Handcreme vor der Praxis, Bodylotion nach der Dusche, Sonnencreme im Sommer. Die Rückstände setzen sich in die Oberfläche und machen sie glatt. Sie verursachen außerdem Flecken, die nicht mehr weggehen.

Reinigungsmittel sind das zweite. Alkoholhaltige Sprays, Desinfektionsmittel, scheuernde Reiniger greifen die Oberfläche an. Sie fühlt sich danach kurz frisch an und langfristig glatter. Wir empfehlen bei unseren Matten bewusst gar keine Reinigungsmittel, warum genau, steht in Yogamatte reinigen: So pflegst du deine Matte richtig.

Und Hitze. Eine Matte, die im Sommer im Auto liegt oder dauerhaft in der Sonne, verändert ihre Oberfläche. Das lässt sich nicht zurückdrehen.

Handtuch, Spray, Socken

Ein Yoga-Handtuch nimmt Schweiß auf und hilft bei intensiven, warmen Klassen wirklich. Es löst das Problem aber nur, wenn es selbst nicht auf der Matte verrutscht. Sonst hast du dasselbe Rutschen eine Ebene höher.

Grip-Sprays gibt es, und sie funktionieren kurzfristig. Auf unseren Matten raten wir davon ab, weil sie genau die Oberfläche verändern, die den Grip überhaupt erzeugt.

Das Unspektakulärste hilft am zuverlässigsten: ein kleines Handtuch neben der Matte, Hände kurz abwischen, weiter. Keine Handcreme vor der Praxis.

Worauf du beim Kauf achten kannst

Frag dich zuerst, welches der beiden Probleme du kennst. Wenn die Matte auf dem Boden wandert, schau auf die Unterseite und auf das Gewicht. Wenn du auf der Matte wegrutschst, schau auf die Oberfläche und darauf, wie sie sich unter feuchten Händen verhält.

Produktangaben helfen dabei nur begrenzt. Fast jede Matte wird als rutschfest verkauft. Aussagekräftiger ist, woraus sie besteht: Was liegt unten, was liegt oben, und wie schwer ist sie.

Wenn du gerade grundsätzlich vor der Entscheidung stehst, haben wir Dicke, Größe, Material und Preis in Yogamatte kaufen: Worauf du wirklich achten solltest nebeneinandergelegt.

Wie unsere Matten aufgebaut sind

Mayuna Yogamatte Lotus in Schwarz mit Mandala-Gravur, ausgerollt auf hellem Boden neben einer Pflanze

Unten Naturkautschuk für den Halt auf dem Boden, oben eine PU-Oberfläche für den Halt unter deinen Händen. 183 × 65 cm, 4 mm, rund 2,6 kg, frei von PVC.

Die Lotus trägt eine Lotus-Gravur, die Soluna ein Sonne-und-Mond-Motiv. Im Material sind beide identisch. Die Entscheidung dazwischen ist eine Frage des Bildes, das du morgens vor dir liegen haben möchtest.

Alle Matten findest du in der Yogamatten-Übersicht.

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